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Grundsätze

Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e. V. ist Träger der beiden stationären Pflegeeinrichtungen in Wipperfürth. Unser Kreisverband ist Teil der weltweit anerkannten Hilfsorganisation und der Nationale Rotkreuzgemeinschaft in Deutschland. Wir vom DRK nehmen Aufgaben wahr, die aus dem Genfer Abkommen von 1949 und den Bundes- und Landesgesetzen resultieren. Dazu gehören humanitäre Hilfen, Katastrophenschutz, ziviler Rettungsdienst und die Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Das DRK in Deutschland besteht aus dem Bundesverband, 19 Landesverbänden, 520 Kreisverbänden, 4.818 Ortsvereinen, 4,1 Mio. Mitgliedern und 110.000 Mitarbeitern. 

In unseren Hilfsleistungen für ältere Menschen, Kinder, Jugendliche, Familien, für Kranke und Notleidende orientieren wir uns an den Rotkreuzgrundsätzen, die von der XX. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1965 in Wien proklamiert wurden:  

Menschlichkeit
Im Zeichen der Menschlichkeit lautet das DRK- Selbstverständnis und bildet den Ausgangspunkt all unseres Handelns. Den uns anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohnern begegnen wir authentisch mit Respekt, Würde und menschlicher Wärme. Unter ständiger Berücksichtigung der Selbstbestimmung und Wertschätzung bieten wir ganzheitliche Beratung, Pflege und Betreuung durch qualifiziertes Personal, das im Rahmen des Qualitätsmanagement interdisziplinär arbeitet.  

Unparteilichkeit
Unser tägliches Handeln ist fachlich fundiert und nicht durch persönliche Anschauungen geleitet. Gleichwohl vertreten wir die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner selbstverständlich auch vor Dritten. Dabei respektieren und beachten wir die individuellen Wünsche und Bedürfnisse, unabhängig von Staatsangehörigkeit, Rasse, Religion, sozialer Stellung, politischer Überzeugung und dem individuellen körperlichen und geistigen Gesundheitszustand.  

Neutralität
Unsere Aufgabe ist es, alle Bewohner gleichermaßen zu achten, zu akzeptieren und die Unterstützung zu leisten, die jeder individuell benötigt. Wir ergreifen die Initiative, aber keine Partei. Wir beachten die kulturellen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten aller Bewohner.  

Unabhängigkeit
Als DRK-Einrichtung und Teil der Freien Wohlfahrtspflege arbeiten wir unabhängig von staatlichen und wirtschaftlichen Institutionen innerhalb des vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmens. Wir schützen die Privatsphäre der Bewohner und bieten Freiräume zur Entwicklung von Selbstbestimmtheit.  

Freiwilligkeit
Freiwilligkeit ist zentrale Grundlage unserer Arbeit. Dem Bewohner, bzw. dessen Betreuer obliegt die Entscheidung über den Einzug in unser Haus. Jeder Bewohner bestimmt selbst seinen Anteil am Leben in der Gemeinschaft.   6. Universalität Als Teil einer weltumspannenden Rotkreuzbewegung nutzen wir alle Möglichkeiten der gegenseitigen und verbindenden Unterstützung und Förderung. Wir sind daher aufgeschlossen für unterschiedliche Herkunft und Kulturen unserer Bewohner, aber auch unserer Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter.  

Einheit
Einheit leben wir in interdisziplinären Teams. Mitarbeiter unterschiedlicher Fachrichtungen und freiwillig sozial Engagierte haben das gemeinsame Ziel, den Bewohnern ein hohes Maß an Lebensqualität zu bieten. Unsere Teamarbeit gewinnt durch Flexibilität, Freundlichkeit und Freude an der Arbeit. Einheit bedeutet zugleich vernetztes Arbeiten vor allem innerhalb, aber auch außerhalb des DRK im Zuge der individuellen Hilfeleistungen. ( vgl. DRK-LV 2007)

Wir ergänzen die Grundsätze noch um den Begriff der Achtsamkeit. Achtsamkeit ist maßgeblich für unser tägliches Wirken. Achtsam arbeiten heißt auch:  bewusst, aufmerksam und konzentriert arbeiten geistig gesammelt und innerlich gelassen sein ganz in der Gegenwart stehen Werteurteile zurückstellen und Vorurteile loslassen sich nicht von Emotionen überwältigen lassen den Umgang mit anderen von Wertschätzung, Mäßigung und Wohlwollen leiten zu lassen  

(Literatur: DRK-Landesverband Nordrhein, Gemeinsame DRK-Grundsätze der Alten- und Behinderteneinrichtungen, Düsseldorf 2007) 

 

 

Geschichte

Die internationale Rotkreuzbewegung hat ihren Ursprung im Jahr 1859, in der Schlacht von Solferino. Der Begründer der Idee war der Kaufmann Henry Dunant. Er war von der Not der Verwundeten tief erschüttert und organisierte mit Dorfbewohnern zivile Hilfe.

1863: Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundeten-Pflege, von Henry Dunant initiiert. (26.10.1863, erste Genfer Konferenz).

1863: Gründung der ersten nationalen Rotkreuzgesellschaft (der Württembergische Sanitätsverein).

1864: Gründung des 2. Vereins zur Pflege verwundeter Krieger im Großherzogtum Oldenburg. August 1863: 2. Genfer Konferenz mit 12 Landesvertretern; das rote Kreuz auf weißem Grund wird als Schutzzeichen festgelegt.

1879: Gründung des Zentralkomitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz.

1901: Henry Dunant erhält den erstmals verliehenen Friedensnobelpreis. Jan.

1921: Gründung des Deutschen Roten Kreuzes in Bamberg als eingetragener Verein bürgerlichen Rechts und Dachorganisation der jeweiligen Landesvereine. 

1925: Gründung des Jugendrotkreuzes (JRK) in Deutschland.