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Digitalisierungsprojekt

Im Rahmen des Projektes "Zugänge erhalten - Digitalisierung stärken" der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW hat das DRK-Seniorenzentrum finanzielle Mittel zur Implementierung neuer Medien im Alltag mit den Bewohner/innen erhalten. Sowohl für das HANS HERMANN VOSS-Haus als auch für das ANTONIE KERSTING-Haus konnte so ein/e Beauftragte/r für Digitalisierung eingestellt werden, die/der mit den Bewohner/innen arbeitet und die Mitarbeiter*innen im Bereich der neuen Medien anleitet. Langfristig sollen hierdurch neue Möglichkeiten der Teilhabe und Interaktion geschaffen werden.

Ziel des Förderprogramms ist es, die Chancen der Digitalisierung für die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege stärker als bisher zu nutzen und langfristig in die Arbeit der Träger der Freien Wohlfahrtspflege zu integrieren. Dadurch sollen sowohl die Arbeitsabläufe innerhalb der jeweiligen Organisationen, als auch die Arbeit mit den Zielgruppen sowie die Angebote und Dienstleistungen entsprechend den neuen Bedingungen angepasst werden.

Digitalisierung im DRK-Seniorenzentrum - Umsetzung

Mit dem Ziel, die digitalen Kompetenzen der Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen gleichermaßen zu verbessern und passgenaue IT-Lösungen für alle Bereiche und Personengruppen zu finden, wurden im Rahmen des Projektes folgende Neuerungen eingeführt:

1. Internet in jedem Zimmer
Jedes Zimmer verfügt ab sofort über einen eigenen Netzwerkswitch, so dass die Bewohner/innen eigenständig ihre bekannten (und neuen) Geräte nutzen können.

2. Ichó Therapieball oder Dein smartes Betreuungssystem
Ichó vereint modernste Technologie mit etablierten Behandlungsmethoden, um den Betroffenen durch verschiedene Reize zu fördern und ihn im Alltag zu begleiten. Die Reize werden durch verschiedene Farben, Musik und eine besondere Haptik explizit angesprochen. Die ichó Spiele konzentrieren sich dabei jeweils auf verschiedene Elemente wie die Förderung der Motorik, das Training der Kognition, die Wahrnehmung, auf das Gedächtnisund die Entspannung der Betroffenen.

3. De Beelef TV - Ein überdimensionales Tablet
Der "De Beleef TV", ein digitaler Aktivitätstisch, ist bei den Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen gleichermaßen beliebt und wird gerne zur Unterhaltung und zum gemeinschaftlichen Spiel genutzt. Die BEwohner/innen versammeln sich um den Tisch und trainieren im Spiel Konzentration, Erinnerungsvermögen und Auge-Hand-Koordination.

4. IPads
Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie wissen wir, wie wichtig es ist, die neuen Medien für die Kontaktaufnahme mit Angehörigen zu nutzen. Dank der IPads gelingt es uns, auch weit entfernt lebende Angehörige zu den Bewohner/innen zu holen und so das eigene Wohlbefinden zu steigern. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit der videobasierten Sprechstunde mit Ärzten, wodurch die Präsenzbesucht auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Spiele, Rätsel und seniorengerechte Apps sind bei den Bewohner/innen ebenfalls gerne genutzt.

5. Smart TV
Jeder Wohnbereich verfügt über einen eigenen SmartTV. Darüber hinaus gibt es noch zwei mobile Geräte, die auch zu den Bewohner/innen gebracht werden können. Spotify, Youtube, Video on Demand und viele weitere Vorzüge der digitalen Welt konnten die Bewohner/innen bereits kennenlernen.

6. Qwiek
Das Qwiek.Up bietet Bewohner*innen ein audiovisuelles Erlebnis - egal, in welchem Raum sie sich gerade befinden. So können beispielsweise auch bettlägerige Personen Videoprojektionen direkt über ihrem Bett genießen. Die verschiedenen Module/Projektionen ermöglichen gleichermaßen beruhigende sowie aktivierende Erlebnisse. Durch die Projektion eigener Fotos und Filme kann die Biografiearbeit unterstützt werden.

7. VR Brille
Die VR-Brille ermöglicht den Bewohner/innen ein "virtuelles Reisen", wie beispielsweise Spaziergänge im Wald, Stadtführungen oder auch Strandbesuche. Durch die Nutzung der Brille schaut man nicht nur einen Film, sondern ist aktiver Teil des Films. Dies ermöglicht eine viel schnellere und nachhaltigere Entspannung und Stressreduktion. Neben der mentalen Entspannung eröffnet die Brille den Bewohner/innen aber auch  eine neue Dimension der geistigen und körperlichen Aktivität.

Die nachfolgenden Fotos zeigen Ihnen einen kleinen Überblick über die Arbeit mit den neuen Medien:
Weitere Informationen zum Förderprogramm

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, die Sozialstiftung des Landes, startete im Sommer 2020 den Förderaufruf zum Sonderprogramm "Zugänge erhalten - Digitalisierung stärken". Ziel des Förderaufrufs ist es, die Chancen der Digitalisierung für die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege stärker als bisher zu nutzen und langfristig in die Arbeit der Träger der Freien Wohlfahrtspflege zu integrieren. Dadurch sollen sowohl die Arbeitsabläufe innerhalb der jeweiligen Organisationen, als auch die Arbeit mit den Zielgruppen sowie die Angebote und Dienstleistungen entsprechend den neuen Bedingungen angepasst werden.

Im Bewerbungszeitraum Mai bis November 2020 wurden 1.248 Bewerbungen eingereicht, davon wurden 667 Beiträge zur Förderung positiv beschlossen. Insgesamt fördert das Land NRW die Projekte mit 42,5 Millionen Euro.